Steigende Energiepreise

Steigende Energiepreise, Erneuerbare Energien und Stromimporte – Wie hängen sie zusammen?

Die Energiepreise bleiben auch Anfang 2026 ein Thema, das Verbraucher, Unternehmen und Politik beschäftigt. Zwar produziert Deutschland immer mehr Strom aus erneuerbaren Quellen, doch Preisdruck und Importabhängigkeiten bleiben zentrale Herausforderungen. Zeit für eine Einordnung, was das für die Energiewende bedeutet.

Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch – aber nicht ausreichend für alle Zeiten

Deutschland hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte beim Ausbau der erneuerbaren Energien gemacht. Wind, Sonne, Biomasse und Wasserkraft deckten im Jahr 2024 bereits über 60 Prozent der Stromversorgung – ein Rekordwert, der die fortschreitende Transformation der deutschen Stromlandschaft widerspiegelt.

Auch für 2025 zeigt eine erste Bilanz, dass Wind- und Solarenergie weiterhin die führenden Erzeuger sind und deutlich zulegen konnten.

Warum ist das wichtig?
Erneuerbare Energien sind in der Regel sehr preisgünstig, sobald sie einmal installiert sind. Sinkende Produktionskosten, etwa für Solar- und Speichertechnologien, drücken langfristig die Strompreise, da sie den Bedarf an teureren fossilen Kraftwerken reduzieren.

Warum steigen trotz grüner Energien die Energiepreise?

Obwohl der Anteil der erneuerbaren Energien steigt, zeigt der Strommarkt weiterhin Preisvolatilität und vergleichsweise hohe Preise an den Börsen. Ursachen dafür sind vor allem Anpassungsprozesse im Energiemarkt, saisonale Nachfrageschwankungen und Knappheiten während sogenannter Dunkelflauten – also Zeiten mit wenig Sonne und Wind.

Ein weiterer Einflussfaktor sind Stromimporte aus dem Ausland. Deutschland ist Teil eines stark vernetzten europäischen Strommarktes, in dem Energie aus Frankreich, Dänemark, den Niederlanden oder Norwegen regelmäßig gehandelt wird.

Atomstromimporte – was steckt dahinter?

Ein oft emotional diskutierter Punkt sind Stromimporte aus Frankreich, die zu einem Teil noch auf Kernenergie basieren. Tatsächlich stammt ein nicht unerheblicher Anteil der Einfuhren aus französischen Atomkraftwerken, da Frankreich im europäischen Vergleich weiterhin stark auf Kernenergie setzt.

Wichtig dabei:
Atomstromimporte sind marktgetrieben. Deutschland kauft Strom dort ein, wo er gerade verfügbar oder wirtschaftlich attraktiv ist.
Die Importmenge ist nicht die Ursache für steigende Preise, sondern vielmehr ein Indikator dafür, wie Engpässe im eigenen Stromnetz kurzfristig ausgeglichen werden.

Im Jahr 2024 importierte Deutschland rund 15,8 Terawattstunden Strom aus französischen Atomkraftwerken, was etwa 3,7 Prozent der inländischen Stromproduktion entspricht.

Energieversorgung zwischen Autarkie und Importabhängigkeit

Dass Deutschland Strom importiert, ist kein Fehler, sondern das Ergebnis eines integrierten europäischen Energiemarkts. Da Wind- und Solarenergie wetterabhängig sind, kann Deutschland nicht zu jeder Zeit ausreichend Strom selbst erzeugen. Importe helfen, kurzfristige Versorgungslücken zu schließen und die Netzstabilität zu sichern.

Gleichzeitig zeigen internationale Kooperationen, etwa bei Offshore-Windprojekten in der Nordsee, wie grenzüberschreitende Energienetze künftig helfen sollen, Erzeugungsschwankungen auszugleichen und Energiepreise langfristig zu stabilisieren.

Fazit: Was bedeutet das für Verbraucher und Politik?

Erstens: Erneuerbare Energien sind der Schlüssel zu langfristig niedrigeren Preisen.
Der hohe Anteil von Wind- und Solarenergie senkt die Kosten der Stromerzeugung. Mit weiterem Ausbau und modernisierten Netzen wird der Markt weniger von teuren fossilen Energieträgern und Importstrom abhängig.

Zweitens: Importabhängigkeit ist kein Rückschritt, sondern ein Zeichen für Übergangsprobleme.
Stromimporte, einschließlich kernenergiebasierter Energie, sind Reaktionen auf Nachfrage- und Angebotsschwankungen – nicht die Hauptursache hoher Preise.

Drittens: Investitionen in Flexibilität sind entscheidend.
Energiespeicher, Netzausbau, intelligente Steuerung von Verbrauch und Erzeugung sowie europäische Kooperationen werden zentrale Bausteine für ein stabiles und bezahlbares Energiesystem sein.

Schlussgedanke

Die Energiepreise sind das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels aus Marktmechanismen, Infrastruktur, politischer Regulierung und geopolitischen Rahmenbedingungen. Erneuerbare Energien spielen dabei eine zentrale Rolle für eine nachhaltige und langfristig bezahlbare Energieversorgung. Der Weg dorthin ist anspruchsvoll, bietet jedoch die Chance auf mehr Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität.

Wenn du willst, mache ich dir daraus auch
– eine kürzere Version für Leser mit wenig Zeit,
– eine meinungsstärkere Kolumne, oder
– eine SEO-optimierte Fassung mit Fokus auf Google-Rankings.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Reisefertig
Wir sind so gut wie startklar für unseren Urlaub –...
blitzie - 1. Feb, 18:37
Der Umbau
Gesagt getan, der Umbau des Hauses hat begonnen. Die...
blitzie - 1. Feb, 18:33
Strandurlaub Ägypten
Last Minute Türkei & Ägypten Strandurlaub – Hotels...
blitzie - 1. Feb, 18:32
Die Ferien rücken näher
Jetzt dauert es nur noch eine Woche bis wir unsere...
blitzie - 1. Feb, 18:28
Wie die Zeit vergeht
Inzwischen ist einige Zeit vergangen. Der Schulanfang...
blitzie - 1. Feb, 18:18

Suche

 

Status

Online seit 6081 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 1. Feb, 18:38

Credits


Baugeschehen
Entdeckungen
Haus
Kinder
Lommatzsch Aktuell
Produkte Vergleichen
Stricken
Urlaub
Winterurlaub
Wirtschaft
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren